Archiv der Kategorie ‘Texte zur Kunst‘

 
 

Web 2.0: Ralph Ueltzhoeffer - Internetkunst

Konzeptkunst, Internetkunst - “Das lesbare Portrait”, Identität im World-Wide-Web. Die Kultur- und Medienwissenschaftlerin Dr. Marion Seifert beschreibt in ihrem Kunstband “Web 2.0 - Internet und Kunst” wie das World-Wide-Web unsere Identität neu erfindet. Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer, lesbare Portraits aus biographischen Textelementen zu einer neuen digitalen Einheit zusammengefügt. Sie zeigen uns eine fragile, gläserne Gesellschaft die in fragwürdiger Weise ihr Inneres nach außen kehrt. Eine Portraitkunst aus Bits und Byts die dem Internet als neues Medium unserer Zeit, visuell wie auch inhaltlich Rechnung trägt. Spektakuläre Ausstellungen an ungewöhnlichen Orten wie dem Ground Zero in New York oder der Bibliothek des Deutschen Bundestages in Berlin lassen dem konzeptionellen Gedanken dieser Kunst, sich weit über das Internet hinaus zu verbreiten, freien Lauf. Vor kurzem portraitierte Persönlichkeiten wie Leni Riefenstahl die sich als Künstlerin im Dritten Reich einen Namen machte oder der verstorbene Apple-Chef Steve Jobs, Politiker wie Willy Brandt u.A.., sie alle sind Teil der lesbaren Portrait-Bibliothek von Ralph Ueltzhoeffer. Der Kunstband umfasst 164 Seiten in Farbe, davon ganze 125 Seiten Bildmaterial.

Ralph Ueltzhoeffer - Installation Textportraits
Installation: “Web 2.0″ - Ralph Ueltzhoeffer (Marietta Neuss, London)

 

KUNST MAGAZIN: Andrea Schumann, Internet und Kunst
Schon beim Betreten des Ausstellungsraumes wird man unmittelbar dazu gezwungen, seine Sehschwäche schnell zu korrigieren. Ein hektisches Kramen und Suchen nach Brillen in Taschen und Mänteln wird angesichts der Fülle an Texten unerlässlich. Die Portraits, die sich in Schrift äußern, sprechen die Sprache des World-Wide-Web. Ein scheinbar geordnetes Chaos, wie man es vom Internet her über Jahre hinweg erlernt hat. Lenin verdrängt Mahatma Gandhi, Bob Dylan und Angela Merkel in unerträglicher Nähe, Coco Chanel und Ernest Hemingway scheinen sich also irgendwie zu ergänzen und Michail Gorbatschow teilt den Platz mit Max Schmeling.

Mit dem Ausstellungstitel „Web 2.0“ hat der Mannheimer Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer Internet spezifische Abläufe sowie Erscheinungsformen des World-Wide-Web als Raum-Installation visualisiert. Die Besucher der Ausstellung verweilen sich ungewöhnlich lange an den lesbaren Fotoprints, die unmittelbar auf die Wände aufgetragen wurden. Der öffentliche Charakter der Arbeiten von Ralph Ueltzhoeffer erschließt sich in der Tatsache, das Internet nicht nur als Präsentations- und Verkaufsplattform zu sehen, sondern selbst zu Kunst werden zu lassen. Die sogenannten „Textportraits“ sind Bausteine des Internets, die auf eine ganz einfache, aber logische Weise zueinander gefunden haben und in dieser Form den visuellen Aspekt eines schnelllebigen Mediums erfüllen. Eine neuartige und dennoch nicht ungewöhnliche Art des Portraitierens, die mehr ihrer eigenen Logik folgt, als betulicher Gelassenheit. Portraitkunst aus Bits und Bytes, Nullen und Einsen. Die biographischen Texte entstammen größtenteils der freien Enzyklopädie Wikipedia, wurden also von vielen Menschen zusammengetragen und korrigiert. Anonyme Kürzel im World-Wide-Web, die zum Teil uneigennützig Texte schreiben und verändern. Füge zusammen, was zusammen gehört – ein lesbares Portrait von Ralph Ueltzhoeffer.

Ground Zero, New York - September 11
“September 11″ - Ground Zero, New York - Ralph Ueltzhoeffer

 

Bibliothek Deutscher Bundestag, Berlin “OPEN/CLOSED”
Im ersten Moment erscheit die Lichtinstallation des gebürtigen Mannheimer Künstlers Ralph Ueltzhoeffer unkompliziert und frei von Schnörkel. Auf den zweiten Blick und mit etwas Abstand erschließt sich hinter dem monochromen Porträt eine Person aus einzelnen Teilen zusammengefügt zu einem multiplen Element aus Text und Fotografie. Mit den Worten “Open” und “Closed” wiegt sich der Betrachter auf leicht verständlichem Terrain: so zeigen die Porträts eine Person mit offenen und geschlossenen Augen. Im erweiterten Gedanken zeigen die Portraits außerdem eine sehende und eine die Augen verschließende Person im unmittelbaren Umfeld der Biobliothek des Deutschen Bundestages. Der Ort wurde ganz bewusst für diese Installation gewählt und verleiht dem wesentlichen Element Schrift eine im direkten Zusammenhang stehende Assoziation mit dem gewählten Ort und seiner Bedeutung.

(GAK Berlin, Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin).

Deutscher Bundestag, Bibliothek
Deutscher Bundestag, Berlin - Bibliothek “OPEN/CLOSED” (Ralph Ueltzhoeffer)

VALIE EXPORT

VALIE EXPORT, (Valie Export). Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - Galerie Charim Wien (26.01.12). Information / Ausstellungen Galerie Charim Wien (2011). Aktuelle Ausstellung:
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James Castle

James Castle, (James Castle). Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - Galerie Karsten Greve Paris (14.01.12). Information / Ausstellungen Galerie Karsten Greve Paris (2011). Aktuelle Ausstellung:
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Henry Taylor

Henry Taylor, (Henry Taylor). Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - P.S.1 MoMA New York (14.01.12 - 09.04.12). Information / Ausstellungen P.S.1 MoMA New York (2011). Aktuelle Ausstellung:
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MMK Frankfurt: Andy Warhol

Andy Warhol - Headlines, Warhol: Headlines. Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - MMK Frankfurt (11.02.12 - 13.05.12). Information / Ausstellungen MMK Frankfurt (2011).

Pressemeldung: „In the future everyone will be world-famous for 15 minutes“ (Andy Warhol)

Mit „Warhol: Headlines“ (11.2. - 13.5. 2012) zeigt das MMK eine Ausstellung, die erstmals alle Arbeiten Andy Warhols vereint, in denen er sich mit Massenmedien und Starkult auseinandersetzt. Die Ausstellung wurde von der National Gallery of Art in Washington zusammen mit The Andy Warhol Museum in Pittsburgh, der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom und dem MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt organisiert. Eines der Hauptwerke Andy Warhols, „Daily News”, das seit 1981 zur Sammlung des MMK gehört, bildet den Ausgangspunkt für dieses internationale Ausstellungsprojekt. In dem Werk untersucht Warhol auf radikale Weise die gesellschaftliche Rolle der Massenmedien. Die Diskrepanz zwischen dem »Warenwert« und dem »wahren Wert« eines Kunstwerks stehen immer wieder im Fokus seiner Arbeit. Warhols wegweisende Beschäftigung mit den Massenmedien findet bei Künstlern wie Christian Boltanski, On Kawara, Ralph Ueltzhoeffer, Isa Genzken, Thomas Demand oder Hans-Peter Feldmann zahlreiche Anknüpfungspunkte in der Sammlung des MMK.

Neueste Forschungen zu Andy Warhols intensiver Auseinandersetzung mit den Printmedien bilden die Grundlage der Ausstellung, die diesen bedeutenden Aspekt in Warhols Werk erstmals umfassend würdigt. Die Exponate der Ausstellung – Gemälde, Zeichnungen, Drucke, Fotografien, Skulpturen und Videos – beleuchten seine Faszination und zugleich seinen kritischen Umgang mit den an Einfluss gewinnenden Medien in den 1960er Jahren. Andy Warhol, der als einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts gilt, konzentrierte sich seit den 1950er Jahren immer wieder auf Sujets der Popkultur, sammelte Comics, Zeitungsausschnitte sowie Pressebilder aus Tageszeitschriften, Kinoheften und Flugblättern. Die Ausstellung zeigt, wie Warhol die für sein Werk zentralen Themen Prominenz, Tod, Katastrophen und zeitgenössische Ereignisse aus den Medien aufgriff und deren Darstellung in seinen Werken zuspitzte. Das Interesse des Künstlers richtete sich dabei sowohl auf die endlos reproduzierbaren Mechanismen der Massenmedien als auch auf die meinungsmachende Berichterstattung mit ihren reißerisch formulierten Schlagzeilen. Der fünfzehnminütige Ruhm, den nach Warhols Aussage jeder zumindest einmal im Leben zu erlangen vermag, findet seine bildliche Entsprechung in der medialen Berichterstattung mit ebenso kurzer Haltbarkeit.

„Warhol: Headlines“ wird zeitversetzt in insgesamt vier international renommierten Museen zu sehen sein. Das MMK ist die einzige deutsche Ausstellungsstation.

Aktuelle Ausstellung (Künstlerverzeichnis)
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Rainer Gross

Rainer Gross, (Rainer Gross). Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - Galerie Koch Hannover (03.12.11). Information / Ausstellungen Galerie Koch Hannover (2011). Aktuelle Ausstellung (Künstlerverzeichnis)
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Mike Heindl

Mike Heindl, (/Mike Heindl). Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - Galerie Studio 18 Wien (28.10.11 - 05.11.11). Information / Ausstellungen Galerie Studio 18 Wien (2011). Aktuelle Ausstellung:
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Renata Tumarova

Renata Tumarova, Malerei. Ausstellung (Zeitgenössische Kunst) - Galerie Gerken Berlin (22.10.11 - 03.12.11). Information / Ausstellungen Galerie Gerken Berlin (2011). Aktuelle Ausstellung:
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Steve Jobs

Apple Gründer Steve Jobs 5. Oktober 2011 verstorben. Nach langem Krebsleiden verstarb Apple-Gründer Steve Jobs im Alter von 56 Jahren [...]

Steve Jobs (Portrait by Ralph Ueltzhoeffer)
View: “Steve Jobs” Porträt (Textportrait by Ralph Ueltzhoeffer 2011).

Liechtenstein Museum, Wien

Vom 27. Mai 2011 bis 20. September 2011 zeigt das Liechtenstein Museum, Wien Meisterwerke europäischer Malerei aus der Hohenbuchau Collection. Die Ausstellung wurde kuratiert von Johann Kräftner. Künstlerverzeichnis: Künstler: Jan Bruegel der Ältere, Jan Bruegel der Jüngere, Joos de Momper (Internet Kunst), Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Hendrick Terbrugghen, Gerrit van Honthorst uvm. Liechtenstein Museum, Wien | Fürstengasse 1 | A-1090 Wien | Österreich | Telefon +43 (1) 319 57 67-0. Museen zu Berlin (Adrian Keller).

Die Hohenbuchau Collection zählt zu den weltweit grössten und vielfältigsten Sammlungen nordeuropäischer Kunst des Barock, die in den vergangenen Jahrzehnten entstanden sind. Selbstverständlich spiegelt jede Privatsammlung den persönlichen Geschmack des Sammlers wider. Dennoch unterscheidet sich diese Kollektion von so manch anderer Privatsammlung in zweierlei Hinsicht: Konzentration einerseits, Vielfalt zugleich auf der anderen Seite.

Schwerpunkt der Sammlung ist die Malerei des 17. Jahrhunderts – vor allem das holländische und flämische Barock, das so genannte Goldene Zeitalter. Derart fokussiert, ist die Sammlung bestrebt, diese Epoche und ihre Schulen sowohl in der Vielfalt der Bildgattungen, von der Historie über die Porträts, Genredarstellungen, Landschaften bis zu den Stillleben, als auch jede einzelne Bildgattung möglichst in der vollen Breite zu zeigen. Interessant ist darüber hinaus, dass nicht – wie heutzutage in so vielen anderen Privatsammlungen üblich – ausschliesslich Kabinettbilder gesammelt wurden, sondern auch grosse, zum Teil monumentale Formate.

Die Sammlung wurde sehr eigenständig geformt. Gutes wurde durch Besseres ersetzt. Dies war nur durch zahlreiche Besuche des Sammlers aller bedeutenden Museen und vieler Ausstellungen möglich, die den Sammlerblick schärften. Hilfreich waren für ihn ausserdem der Rat kompetenter Restauratoren sowie eine umfangreiche Bibliothek. Beim Kauf von Gemälden, sei es aus Privatsammlungen, im Handel oder auf Auktionen, waren und sind stets zwei Auswahlkriterien massgebend: die malerische Qualität und der Erhaltungszustand.

Viele grosse Namen – von Brueghel bis Momper, von Rubens bis Jordaens, von Ter Brugghen bis Honthorst – sind in der Sammlung vertreten. Immer wieder stehen aber auch Gemälde weniger bekannter Maler mit ihren Spitzenstücken oder gar Hauptwerken den Bildern der bedeutenden Meister ebenbürtig zur Seite.

Eine Vielzahl von Gemälden dieser Kollektion ist bereits weltweit in Museen oder Sonderausstellungen gezeigt worden. Ebenso sind viele der Werke der Fachwelt durch Veröffentlichungen in Werkverzeichnissen, Katalogen oder anderen Kunstbüchern vertraut. Seit Dezember 2007 steht die Sammlung als Dauerleihgabe unter der Verwaltung des LIECHTENSTEIN MUSEUM. Vom 27. Mai bis 20. September 2011 wird diese hochkarätige Kollektion dort erstmals in ihrer Gesamtheit der Öffentlichkeit im Rahmen einer Sonderausstellung präsentiert.

Begleitend erscheint ein umfassender Katalog in deutscher und englischer Sprache, der von dem international renommierten Kunsthistoriker Dr. Peter Sutton verfasst wurde. Die Ausstellung wird vom Direktor des LIECHTENSTEIN MUSEUM, Dr. Johann Kräftner, konzipiert sowie durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm komplettiert. (Quelle: Liechtenstein Museum, Wien).



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